Im Herzen des Kannenbäckerlandes

Töpferstadt Ransbach-Baumbach – Ein Kurzportrait

18. Oktober 2016

Bild Ortseingang Ransbach-BaumbachEine Grundherrschaft Ransbach bestand schon Mitte des 10. Jahrhunderts, erkennbar aus der ,Montabaurer Zehntbeschreibung‘ von 959. Erwähnung des ausgegangenen Ortes Desper (Dedinsburg) bei Ransbach im Jahre 959. Erste Erwähnung 1330: Kirche von Ransbach; Adelsfamilie von „Ransbach“ 1360.
1373 Ortsname „Babenbach“ für Baumbach. 1304/1310 Teilung der Herrschaft Grenzau, Kirchspiel Ransbach einschließlich Baumbach wird den Herren von Isenburg-Arenfels zugeteilt. Im Erbteil gelangte das Kirchspiel 1376 an die Nieder-Isenbur-gische Linie (jüngere Grenzauer Linie). Als die Grafen von Isenburg-Grenzau 1664 ausstarben, fiel das Kirchspiel als heimgefallenes Lehen an Kurtrier.
1803 Reichsdeputationshauptschluss – Kirchspiel kam zu Nassau, 1866 nach dem deutsch-österreichischen Krieg an Preußen; gehörte seit 1867 zum Unterwesterwaldkreis, seit Verwaltungsumgliederung 1971 zur gleichnamigen Verbandsgemeinde. seit 1974 zum Großkreis Westerwald.

Die Töpferstadt Ransbach-Baumbach im Herzen des Kannenbäckerland ist seit 1975 Stadt, gebildet aus den 1969 zusammengechlossenen Gemeinden Ransbach und Baumbach. Die Stadt bezieht ihre wirtschaftliche Bedeutung aus dem Umfang und der Vielfalt des keramischen Schaffens

Töpfereien (grau-blaues salzglasiertes Steinzeug)
keramische Betriebe
Gebrauchs- und Zierkeramik
Gartenkeramik
Bau- und Wohnkeramik (Fliesen, Ofenkacheln u.a.)
technische Keramik

Ebenso sind ansässig:

Chemische, metall- und holzverarbeitende Betriebe
Surfbrett- und Spielplatzgerätebau
Brauerei
Groß- und Einzelhandel
Import, Export
modernes Geschäftszentrum mit Markplatz
40.000 qm großes Gewer-, Logistik- und Kommunikationszentrum (VIP-Citycenter)
zwei Tiefgaragen in der Innenstadt
Seniorenzentrum am Erlenhofsee
Ca. 4.000 Arbeitsplätze, zahlreiche Einpendler.

Mit dem Bau der modernen und in einem klassischen Oktogon gestalteten Stadthalle, die im September 1989 ihrer Bestimmung übergeben wurde, gibt die Stadt dem kulturellen Leben einen Mittelpunkt und damit neue Impulse. Die Stadthalle bietet einen repräsentativen Rahmen und ist durch ihre sinnvolle Gliederung für Tagungen, Kongresse, Seminare und Ausstellungen sowie für Theater- und Konzertdarbietungen, als auch Festlichkeiten jeglicher Art (z.B. Bälle, Modenschauen u.ä. ), bestens geeignet.

Seit 1985 ist die bretonische Gemeinde Pleurtuit (Frankreich) Partnerstadt von Ransbach-Baumbach.

Wer nun meint, die Töpferstadt Ransbach-Baumbach im Herzen des Kannenbäckerland gehört zu jenen schmuddeligen Industrieregionen, der irrt:

Die Gewerbegebiete sind zwar verkehrsgünstig an der A3 (Köln-Frankfurt) und A48 (Koblenz-Trier) gelegen, doch zumeist so in die Landschaft integriert, dass sei den Erholungssuchenden, die jährlich hier her kommen, kaum ins Auge fallen. Wer hier Urlaub macht, wandert durch ausgedehnte Laub- und Nadelwälder.

Zum Freizeitangebot gehören:

Beheiztes Freibad (50m Schwimmbecken, Nichtschwimmer- und Kinderplanschbecken mit Rutsche, 3-Meter-Turm, Riesenrutsche 81m, Breitrutsche 9m, mehrere Kinderspielgeräte auf den Spiel- und Liegewiesen), Sport- und Freizeitanlage mit Kunstrasenplatz und Skateranlage, Waldstadion „Kannenbäckerland“, Dreifachsporthalle, private Tennishalle/Tennisschule. 7 Tennisplätze, Schießsportanlage, Kegelbahnen, Wanderwege. Rosenparkanlage am 8 ha großen Erlenhofsee mit Rundwanderweg und Angelmöglichkeiten.

 

Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2016

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