Im Herzen des Kannenbäckerlandes

Kurzportrait der Verbandsgemeinde

18. Oktober 2016

Lage

Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach gehört zum Bundesland Rheinland-Pfalz. Sie liegt im Westerwaldkreis zwischen den Naturparks Rhein-Westerwald und Nassau. Die Verbandsgemeinde ist durch die Autobahnen A 3 und A 48 an das europäische Fernwegenetz sowie an gut ausgebauten Land- und Kreisstraßen an das regionale Verkehrsnetz angeschlossen. Ein pulsierender Wirtschaftsraum, nur jeweils eine Autostunde von Rhein-Main und Köln-Bonn, rund 20 km vom Großraum Koblenz/Neuwied oder nur 5 Minuten vom ICE-Bahnhof Montabaur entfernt. Zur Verbandsgemeinde gehören die Töpferstadt Ransbach-Baumbach mit dem Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung, sowie die zehn verbandsangehörigen Gemeinden: Alsbach, Breitenau, Caan, Deesen, Hundsdorf, Nauort, Oberhaid, Sessenbach, Wirscheid und Wittgert. Die Verbandsgemeinde erstreckt sich über eine Fläche von 4.986 ha. Sie hat zur Zeit insgesamt 15.310 Einwohner (davon 14.807 mit Hauptwohnsitz – Stand 30. Juni 2015).

Landschaft

Landschaft Abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft im südlichen Westerwald. Höchste Erhebung ist der „Zipfen“ mit 445 m im Naturpark Nassau. Der tiefste Punkt liegt im Saynbachtal westlich von Caan mit 160 m. Landschaftlich kann man die Verbandsgemeinde in drei Gebiete aufteilen: Im Herzen des Kannenbäckerlandes ist die Stadt Ransbach-Baumbach Zentrum der Keramik. Umgeben von herrlichen Laub- und Nadelwäldern, die bis an den Ortsrand herantreten. Der Stadtteil Ransbach in der Talmulde des Masselbachs, am Fuße des Hölzeberges (391 m) gelegen; der Stadtteil Baumbach am aufsteigenden Nordhang der Montabaurer Höhe (540 m). Im Westen schließt sich der Ort Hundsdorf an. Die im Saynbachtal gelegenen Haiderbachgemeinden mit den Orten Breitenau, Deesen, Wittgert und Oberhaid. Abseits von verkehrsreichen Straßen liegt die vorwiegend landschaftlich strukturierte Wohngemeinde Breitenau. An einer Schleife des Saynbachs schließt sich die Wohngemeinde Deesen an. Zwischen herrlichen Wäldern gelegen die „Waldrodungssiedlung“ Oberhaid und in flacher, südwestlicher Hanglage die Wohngemeinde Wittgert. Zwischen den reizvollen Tälern des Saynbachs und des Brexbachs, im Burgendreieck Sayn – Isenburg – Grenzau, liegt Nauort, die zweitgrößte Gemeinde innerhalb der Verbandsgemeinde. Sie war lange Zeit Mittelpunkt der heimischen Bimsindustrie. Die an Nauort grenzende Wohngemeinde Caan wird beherrscht von dem 346 m hohen Pfahlberg. Nahe beieinander liegen die drei Gemeinden Sessenbach, Wirscheid und Alsbach inmitten einer abwechslungsreichen Landschaft mit weiten Wäldern und Wiesen. Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach ist das „Herz des Kannenbäckerlandes“, des wohl bekanntesten Zentrums deutscher Keramik.

Geologisches

Die Ausläufer der Montabaurer Höhe beherrschen weitgehend den Bereich der Verbandsgemeinde. Der Grundgebirgssockel der Montabaurer Höhe besteht aus Quarziten und Tonschiefer. Die Ausläufer werden von abgesetzten Sanden und Tonen überlagert. In der erdgeschichtlichen Neuzeit, die einen Zeitraum von 55 – 65 Millionen Jahren umfasste, hat auch die Landschaft in der Verbandsgemeinde im wesentlichen ihre heutige Gestalt erhalten. In dem großen Binnenmeer, welches den Westerwald damals umflutete, wurden die Grundgebirgsschichten durch tiefgründige Zersetzung und Verwitterung immer mehr abgetragen. Das tropisch-feuchte Klima der ältesten Tertilirzeit mit ihrem üppigen Pflanzenwuchs trug weiter dazu bei, dass die Tonschieferschichten sich zersetzten. Die Wassermassen zahlreicher Binnenseen bauten weitere Teile der alten „Devonschichten“ ab. Aus diesen Verwitterungs- und Zersetzungsprodukten bildeten sich die Tone des Kannenbäckerlandes, die im Verbandsgemeindebereich vorkommen. Teilweise seit Jahrhunderten wird in einigen Gemeinden das ,,weiße Gold“, der Ton gefördert und verarbeitet. An offen liegenden Talhängen treffen wir auf Quarzkiese und auf Nester von sogenannten Koblenz-Quarzit. Der Tonschiefer bildet häufig den Untergrund der Täler im Bereich der Verbandsgemeinde.

 

Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2016

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