Partnergemeinde der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach

 
 

Partnerschaft mit der Pfarrei Rukoma in der Gemeinde Mirenge, Ruanda

 
Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden von Staatsminister a. D. Walter Zuber, Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka und Bürgermeister Gottfried Dahm

Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach hat jetzt einen offiziellen Partner im zentralafrikanischen Land Ruanda. Nachdem der Verbandsgemeinderat im Dezember 2004 einstimmig „den Segen“ zur Gründung einer Partnerschaft gab, wurde die Partnerschaft mit der Pfarrei Rukoma in der Gemeinde Mirenge, Ruanda, in einem Festakt am 13.04.2005 im Rathaus der Verbandsgemeinde feierlich besiegelt. Zunächst schien es so, als sei es eine „Partnerschaft mit Hindernissen“. Der eigens geladene ruandische Botschafter Eugéne Gasana musste kurzfristig wegen dringender Amtsgeschäfte absagen – seine Vertretung, die 2. Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka wurde auf der Autobahn aufgehalten und ließ die geladenen Gäste rund eine Stunde im Sitzungssaal des Rathauses warten. Aber dann lief dennoch alles sehr harmonisch. In seiner Begrüßungsansprache beschrieb Bürgermeister Dahm die Entwicklung der Partnerschaft, die mit seinem ersten Besuch in Ruanda in 2002 begann. Auf Einladung des seinerzeitigen Innenministers Walter Zuber, den er ebenfalls zum Festakt in Ransbach-Baumbach begrüßen konnte, reiste er mit einer kleinen Delegation in das rheinland-pfälzische Partnerland. Das „wunderschöne Land mit seinen liebenswürdigen, freundlichen Menschen“ ließ ihn seither nicht mehr los und durch das „Werben in seinem direkten Umfeld“ begann der Partnerschaftsgedanke zu reifen. Der Verbandsgemeinderat wurde im September des vergangenen Jahres erstmals mit dieser Idee konfrontiert und zeigten übereinstimmend Sympathie für diesen Gedanken. In der Novembersitzung fasste der Rat einstimmig den Beschluss zur Gründung einer Partnerschaft und legte den genauen Zeitplan fest. Mit Stolz berichtete Bürgermeister Dahm darüber, dass in den wenigen Monaten bereits 14.000 Euro für die gute Sache bereit stehen. Zusammen mit dem Westerwaldkreis und dem rheinland-pfälzischen Partnerschaftsverein soll in den nächsten Jahren für etwa 50.000 bis 60.000 Euro ein KFZ-Ausbildungszentrum in der Partnerregion Mirenge entstehen.
Mit großer Freude und Dankbarkeit reagierte die zweite Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka in Ihrer Ansprache auf die Partnerschaft zwischen den beiden Völkern. Rheinland-Pfalz sei in ihrem Heimatland ein Begriff, der all gegenwärtig ist. Unter schallendem Gelächter berichtete sie von der Ihr schon oft gestellten Frage, ob Deutschland in Rheinland-Pfalz liege. Sie lobte die engagierte Haltung von Bürgermeister Dahm und seinem Rat und wünschte der neuen Partnerschaft viel Glück. Anschließend wurden die Partnerschaftsurkunden von Staatsminister a. D. Walter Zuber, Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka und Bürgermeister Gottfried Dahm unterzeichnet.

 
 
Enthüllung des Partnerschaftsschildes durch Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka und Bürgermeister Gottfried Dahm

Nach der Unterzeichnung eröffnete Walter Zuber den Reigen der Grußworte. Der ehemalige Innenminister, der in Mainz zwischenzeitlich als Ruandabeauftragter fungiert, lobte die erfolgreichen Bemühungen von Bürgermeister und Rat zum Zustandekommen der Partnerschaft. Er berichtet mit Begeisterung über das rheinland-pfälzische Partnerland, welches er bereits sechs mal besuchen durfte. Besonders begrüßte er die Absicht, der Unterzeichnung der Urkunden in Ransbach-Baumbach auch einen zweiten Schritt in Ruanda folgen zu lassen.

In Vertretung von Landrat Peter Paul Weinert überbrachte der erste Kreisbeigeordnete Kurt Schüler die besten Wünsche des Westerwaldkreises zur Gründung der Partnerschaft. Er freute sich besonders, dass die neu gegründete Partnerschaft als Teil der Partnerschaftsbemühungen des Westerwaldkreises verstanden wird. Der Westerwaldkreis hat seit Jahren partnerschaftliche Verbindungen mit Mirenge in Ruanda. Schließlich rundete Ortsbürgermeister Willi Emmerich die Grußworte als Sprecher für die Ortsgemeinden ab und sicherte die Unterstützung der Gemeinden zu einer guten Entwicklung der Partnerschaft zu.

Den Schluss des offiziellen Festaktes bildete schließlich die Enthüllung des neuen Partnerschaftsschildes, welches von Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka und Bürgermeister Gottfried Dahm vorgenommen wurde. Das neue Partnerschaftsschild und die Flagge des Landes Ruanda ziert künftig den Rathauseingang und macht die neue Partnerschaft weithin sichbar.

 
 

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