Partnerschaft perfekt - Bericht über eine Reise nach Ruanda
Zwei Wochen besuchte eine Delegation aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach das rheinland-pfälzische Partnerland Ruanda. Bürgermeister Gottfried Dahm mit Ehefrau Erika, Beigeordneter Gerd Hoffmann, Nauort, Ortsbürgermeister Franz Bendel, Deesen, und Ortsbürgermeister Manfred Sabel mit Ehefrau Ilona, Oberhaid, waren –alle auf eigene Kosten- nach Afrika gereist, um mit der Pfarrei Rukoma/Gemeinde Mirenge, in Ruanda, eine Partnerschaft abzuschließen. Der Verbands-gemeinderat hatte bekanntlich im Spätjahr 2004 diese Partnerschaft einstimmig beschlossen. Im April dieses Jahres wurde dann in einem ersten Akt die Partnerschaft mit Rukoma/Mirenge im Rathaus von Ransbach-Baumbach offiziell besiegelt, und zwar mit der Botschaftsrätin Christine Nkulikiyinka und dem Ruanda-Beauftragten der Landesregierung, Innenminister a.D. Walter Zuber.
Bei dieser Reise fand nun der zweite Akt in Ruanda selbst statt. Hier war die deutsche Delegation zu Gast bei Pfarrer Mulinzi und Bürgermeister Bisimungu.
Nach achtstündigem Flug von Frankfurt über Addis-Abeba (Äthiopien) landeten die deutschen Besucher frühmorgens um 6.30 Uhr in der ruandischen Hauptstadt Kigali. Hier wurden sie von der Leiterin des rheinland-pfälzischen Partnerschaftsbüros, Frau Natalie Vanneste, herzlich begrüßt. Frau Vanneste wartete aber schon mit einer ers-ten „afrikanischen“ Überraschung auf. Am gleichen Wochenende fand nämlich in Kigali eine Konferenz von afrikanischen Staatspräsidenten statt. Deshalb hatte die Regierung von Ruanda kurzerhand alle guten Hotels beschlagnahmen lassen, um dort die präsidialen Gäste unterzubringen. Doch Frau Vanneste, erfahren im Improvisieren, fand dann doch noch eine einigermaßen akzeptable Unterkunft für die Delegation aus dem Westerwald.
Nach einer Begrüßung im rheinland-pfälzischen Partnerschaftsbüro, bei der Natalie Vanneste ihr Team vorstellte, stand eine Stadtrundfahrt in der Hauptstadt Kigali auf dem Programm. Viele positive, aber auch bedrückende Eindrücke wurden dabei den deutschen Gästen vermittelt. Insbesondere nach dem Besuch der Gedenkstätte „Gisozi“, zur Erinnerung an den Völkermord (Genozid) waren alle außerordentlich betroffen. Gleichermaßen betroffen war die deutsche Reisegruppe beim Besuch eines Kinderheimes in der Nähe von Kigali, in dem 35 körperlich und geistig schwer behinderte Kinder untergebracht sind. Den Besuch in diesem Heim hatte Bernadine Dattke vermittelt: Eine ruandische Frau, die mit ihrem deutschen Mann und den Kindern in Mainz lebt und die Delegation aus dem Westerwald begleitete.
Dieses Kinderheim wird von 6 Ordensschwestern in wirklich aufopfernder Weise betreut. Trotz dieser guten Betreuung fehlt es in diesem Haus an nahezu allem. Um so bemerkenswerter war die Aussage der Schwester Oberin, dass 18 junge Mädchen als Novizinnen (angehende Ordensschwestern) in ihrer Gemeinschaft tätig sind und sich der Arbeit an diesen schwerstbehinderten Kindern widmen. Diese Arbeit wurde dann spontan mit persönlichen Spenden der deutschen Delegation unterstützt. Für das Geld kann Schwester Oberin nunmehr endlich Fliegengitter für alle Fenster kaufen, damit die Kinder nicht mehr so sehr von Fliegen belästigt werden.
Anfang der ersten Woche erfolgte dann die Reise nach Rukoma/Mirenge. Eineinhalb Stunden Fahrt auf der recht gut ausgebauten Nationalstraße folgte eine einstündige Fahrt „über Berg und Tal“. Die Fahrkünste der beiden einheimischen Jeep-Chauffeure war schon erstaunlich. Schließlich mussten sie die deutsche Delegation an steilen Abhängen vorbei oder über wackelige, aus einfachen Holzbohlen bestehenden Brücken in die neue Partnergemeinde Rukoma/Mirenge bringen. Dort wurden die Gäste aus dem Westerwald von Bürgermeister Bisimungu, Pfarrer Mulinzi, dem örtlichen Polizeichef und zahlreichen Mitgliedern des Gemeinderates und des Pfarrgemeinderates willkommen geheißen. Bei der anschließenden kleinen Begrüßungsfeier, die durch singende und tanzende Gruppen von Schulkindern und Jugendlichen umrahmt wurde, stellten die beiden Bürgermeister jeweils ihre Gemeinden vor. Die über 20.000 Einwohner der Pfarrei Rukoma/Mirenge leben in einfachen, sehr bescheidenen Verhältnissen über das Land verstreut in ihren Hütten. Arbeitsmöglichkeiten gibt es nur wenige. Den Lebensunterhalt verdienen sich die Menschen durch Arbeit in ihren Gärten und auf ihren kleinen Feldern, mit dem Anbau von Bananen, Kartoffeln, Bohnen und anderem Gemüse. Außerdem gibt es eine Ananas- und eine größere Kaffee-Plantage. Die Menschen, die dort arbeiten, haben einen Monatslohn von umgerechnet 20 bis 30 EUR.
Der Höhepunkt des ersten Tages war die Einweihung einer zwölfklassigen Grundschule, die mit finanzieller Hilfe aus Rheinland-Pfalz errichtet wurde und bei der Bürgermeister Dahm vor gut zweieinhalb Jahren die Grundsteinlegung vorgenommen hatte. Die Besucher aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach wurden in überwältigender Weise begrüßt. Bürgermeister Bisimungu und Pfarrer Mulinzi hatten mit 5.000 Menschen, dabei unzählige Kinder, eine tolle Einweihungsfeier arrangiert. Die Freude und die Begeisterung über ihre neue Schule kannte keine Grenzen. Nach den obligatorischen Ansprachen gab es eine ganze Reihe von Vorführungen: Tänze verschiedener Mädchengruppen, die mit Trommeln und Gesang begleitet wurden. In akrobatischen Turnvorführungen, barfuss auf sandig-steinigem Boden, zeigten die Jungen ihre sportlichen und turnerischen Fähigkeiten.
Als Gastgeschenke hatte die Delegation aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach drei Dinge mitgebracht: So übergab Bürgermeister Dahm an Pfarrer Mulinzi ein in Ransbach-Baumbach gefertigtes Kreuz aus Keramik. Der Schulleiter er-hielt einen symbolischen Check über 300,00 EUR, damit er -endlich- die Dachrinnen an seiner neuen Schule anbringen lassen kann, um das Regenwasser nicht mehr nur einfach weglaufen zu lassen, sondern in einer Zisterne zu sammeln und als Brauchwasser zu nutzen. Besondere Begeisterung löste aber das dritte Geschenk aus: Ortsbürgermeister Franz Bendel hatte mittlerweile die beiden mitgebrachten Fußbälle aufgepumpt, die dann Bürgermeister Gottfried Dahm dem Schulleiter überreichte.
Mit zahlreichen Geschenken an die deutschen Gäste und dem Singen der ruandischen Nationalhymne ging dann schließlich eine über zweistündige, eindrucksvolle Einweihungsfeier zu Ende.
Mit dieser zwölfklassigen Schule wurde den Besuchern aus Rheinland-Pfalz ein erstes, gutes Beispiel dafür präsentiert, „dass unsere Spendengelder auch ankommen“. Das rheinland-pfälzische Partnerschaftsbüro in Kigali verfügt nämlich auch über technisches Fachpersonal. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Leuten vor Ort sorgen diese Fachkräfte für ordnungsgemäße Ausschreibung und Durchführung der Arbeiten. Die Bauarbeiten werden ständig überwacht. Erst wenn die entsprechenden Sachen geliefert und die Arbeiten ausgeführt sind, zahlt dann das Partnerschaftsbüro die Gelder an die Handwerker und Firmen aus. Die Besorgnis, Spendengelder könnten in „dunklen Kanälen“ verschwinden, ist unbegründet.
Der ereignisreiche erste Tag in der Partnergemeinde ging dann mit einem Gartenfest des Bürgermeisters zu Ende. Dort gab es unter anderem ruandische Spezialitäten und ruandisches Bier. Aber auch Tanz und Gesang gehörten selbstverständlich dazu.
Am Vormittag des zweiten Tages „ging es dann aber eigentlich zur Sache“. Bürger-meister Gottfried Dahm konnte dann seinen „alten Freund“, Célestin Munyanshon-gore begrüßen, den er bei seinem ersten Besuch in Ruanda, im Oktober 2002, kennen gelernt hatte. Célestin hatte vor vielen Jahren in Mannheim Kfz-Schlosser gelernt, und dann in Ludwigshafen und anderen Städten in Deutschland einige Jahre als Me-chaniker gearbeitet und seinen Meister gemacht. Er war es auch, der Gottfried Dahm für die Idee begeistern konnte, bei der Errichtung eines Kfz-Ausbildungszentrums in Rukoma behilflich zu sein.
Nun war der Tag gekommen, um gemeinsam den Grundstein für dieses Ausbildungs-zentrum zu legen. Nach dem Willen unseres Verbandsgemeinderates soll dies das erste Projekt sein, das wir im Rahmen unserer Partnerschaft unterstützen. Innerhalb von zwei Jahren (2005 bis 2007) wird dieses Ausbildungszentrum gebaut. Die Fach-leute im Partnerschaftsbüro in Kigali haben die Kosten für dieses Ausbildungszent-rum mit 55.000 bis 60.000 EUR geschätzt. Bürgermeister Dahm möchte nun in den zwei Jahren bis 2007 versuchen, etwa die Hälfte der Baukosten (25.000 bis 30.000 EUR) aufzubringen. Durch zahlreiche Aktionen sind mittlerweile rund 14.000 EUR zusammen gekommen. Dieses Geld wird über das rheinland-pfälzische Innenminis-terium dem Partnerschaftsbüro in Kigali zur Verfügung gestellt. Das Land Rheinland-Pfalz leistet dann im Rahmen seiner Möglichkeiten ergänzende Finanzhilfe.
An diesen Zahlen wird aber deutlich, dass wir in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach noch rund 15.000 EUR zusammen bringen müssen. Deshalb auch an die-ser Stelle die herzliche Bitte an Vereine und Schulen, Kirchen und Firmen, aber auch an Privatpersonen, uns weiterhin mit Spenden behilflich zu sein. Einzelheiten dazu sollen in einem späteren Bericht noch erwähnt werden.
Zur Grundsteinlegung am Vormittag des zweiten Tages waren wieder an die 2.000 Menschen gekommen. Sie beobachteten mit großem Interesse die Maurer-Fähigkeiten der beiden Bürgermeister Dahm und Bisimungu. Beide Herren zogen sich aber halbwegs ordentlich aus der Affäre. Tanzvorführungen und Gesänge sowie eine ganze Reihe von Ansprachen gehörten auch hier zum Ritual, ebenso die Gastge-schenke. So erhielt Bürgermeister Dahm einen Topf aus Bast geflochten, gefüllt mit rohen Kaffeebohnen, und mit der Aufforderung, diesen korbartigen Topf nach afri-kanischer Sitte auf dem Kopf zu tragen. Wie konnte es anders sein: Es gelang nicht!
Mit Besuchen auf einer Kaffeeplantage und einer Ananas-Plantage, sowie mit einem kleinen Gartenfest bei Pfarrer Mulinzi ging dann auch der zweite Tag zu Ende.
Am Vormittag des dritten Tages war dann der formelle Partnerschaftsakt an der Rei-he. In einem größeren Raum des Gemeindehauses hatten zahlreiche Gäste Platz ge-nommen. Unter ihnen waren die Mitglieder des Gemeinderates, des Pfarrgemeinde-rates, die Schulleitung und das Lehrerkollegium sowie Mitarbeiter der Gemeindever-waltung und der Pfarrgemeinde. Pfarrer Mulinzi, Bürgermeister Bisimungu und sein deutscher Amtskollege Gottfried Dahm hatten vorne an einem einfachen Tisch Platz genommen, der im Hintergrund mit der ruandischen und der deutschen Flagge ge-schmückt war. Die Leiterin des rheinland-pfälzischen Partnerschaftsbüros in Kigali, Frau Natalie Vanneste, hatte –wie an den übrigen Tagen auch- die Übersetzung ü-bernommen, was sie exzellent besorgte.
Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Bisimungu schilderte Gottfried Dahm die Beweggründe, mit der Pfarrgemeinde Rukoma/Gemeinde Mirenge eine Partner-schaft einzugehen. Dabei erwähnte er, dass der Verbandsgemeinderat diese Partner-schaft einstimmig beschlossen habe und dass sie unter den 15.000 Einwohner der
Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach große Aufmerksamkeit und besonderes In-teresse findet. Erwähnt wurde dabei auch, dass der Text der Partnerschaftsurkunden mit der ruandischen Botschaft in Bonn abgestimmt worden sei.
Nachdem der Text der Urkunden verlesen worden war, griffen Pfarrer Mulinzi und die beiden Bürgermeister zu Füller und Kugelschreiber. Unter dem Beifall der Zu-schauer wurden die Unterschriften geleistet.
Pfarrer Mulinzi ging dann in einer kurzen Ansprache auf diese Partnerschaft auch aus christlicher Sicht näher ein. Er fand es großartig, dass Menschen in Deutschland, mehrere tausend Kilometer entfernt von Ruanda, ihre Solidarität mit seiner Pfarrge-meinde und ihren Menschen auf diese Art und Weise zum Ausdruck bringen. „Wir werden dieses Zeichen christlicher Verbundenheit gerne und dankbar annehmen und Sie können gewiss sein, dass wir es als Hilfe zur Selbsthilfe verstehen werden“ sagte Pfarrer Mulinzi abschließend.
Diese Dankbarkeit und diese Verbundenheit wolle man auch in einem Gottesdienst zum Ausdruck bringen, der am Nachmittag in der Pfarrkirche stattfand. Aus diesem Anlass war der Generalvikar der Diözese Kibungu eigenes nach Rukoma gekommen, um der Delegation aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach auch die Grüße und den Dank des Bischofs der Diözese Kibungu zu überbringen. Vor Beginn der Hei-ligen Messe –die Kirche war mit nahezu 2.000 Menschen hoffnungslos überfüllt- ü-berraschte der Generalvikar die deutschen Besucher mit der Bitte, zum Schluss des Gottesdienstes doch ein deutsches Kirchenlied zu singen. Mit der ersten Strophe des Liedes „Großer Gott wir loben dich“ kamen die Besucher aus dem Westerwald dieser Bitte gerne nach.
Eine besondere Überraschung hatte zum Schluss der Heiligen Messe Pfarrer Mulinzi parat: In Anlehnung an einen guten afrikanischen Brauch machte er Bürgermeister Gottfried Dahm und seiner Delegation eine junge Kuh zum Geschenk und als die Gäs-te die Kirche verließen stand diese junge Kuh mit drei anderen Rindern, unter Auf-sicht von zwei Hirten, vor der Kirche. Nachdem nun die deutschen Gäste symbolisch von dieser Kuh Besitz ergriffen hatten, gaben sie ihr den Namen „Esperanza“ (Hoff-nung). Und in diesem Sinne nahmen sie die beiden Hirten anschließend wieder mit.
Mit herzlichen Worten des Dankes wurden die deutschen Gäste dann verabschiedet. Bürgermeister Bisimungu verband mit seinen Abschiedsworten auch die Einladung, in zwei Jahren zur Einweihung des Berufs-Ausbildungszentrums wieder zu kommen.
Den schönen, aber doch anstrengenden Tage in Rukoma/Mirenge schlossen sich dann Fahrten in den Akagera-Nationalpark, der im Osten Ruandas , an der Grenze nach Uganda und Kenia, liegt, an. Bei einer Tagessafari konnten die deutschen Besu-cher Giraffen und Zebras, Affen und seltene Vögel, Antilopen und Wasserbüffel, vor allem aber auch einen riesigen Elefanten in freier Wildbahn bewundern.
Ebenfalls bewundern konnten die Besucher aus dem Westerwald einige Tage später die Berggorillas, im Norden von Ruanda. In diesem Nationalpark, der in den Bergen zwischen 2.000 und 4.000 Meter hoch liegt und aus Regenwald besteht, leben noch mehrere Gorilla-Familien, insgesamt etwa 200 Exemplare. Die „Chefs“ dieser Gorilla-Familien sind die sog. Silberrücken, das sind männliche Gorillas, die über 2 Meter groß und mehrere Zentner schwer werden.
Eine solche Gorilla-Familie konnten die deutschen Gäste, unter fachkundiger Füh-rung und entsprechender Bewachung, über 2 Stunden lang aus nächster Nähe (weni-ger als 5 Meter Abstand) bewundern. Der „Star“ der Affenfamilie war ein kleines Go-rilla-Baby, das die Gorilla-Mutter auf dem Schoß hatte.
Fahrten zu den Wasserfällen an der Grenze zu Tansania sowie an den Kivusee, der zwischen Ruanda und dem Kongo liegt, gehörten zum weiteren Programm der deut-schen Delegation. Dabei konnten sie in einer größeren Fabrik auch erleben, wie ru-andischer Tee hergestellt wird. Nichts neues war der Besuch in einer ruandischen Brauerei, dort wirt nach der Lizenz der elsässischen Braumarke Mützig Bier gebraut. Selbstverständlich gab es dann einen frischen Schoppen „Mützig“.
Besuche in einem typisch-ruandischen Restaurant vermittelte den deutschen Besu-chern einen speziellen Einblick in ruandische Gastlichkeit. In diesem Restaurant müssen sich jeweils zwei Gäste einen großen Teller teilen aus dem dann mit bloßen Händen gegessen wird. Die Auswahl war dabei recht ordentlich: Fisch, Geflügel, Zie-genfleisch, dazu geröstete oder panierte Bananen, allerlei Gemüse sowie Reis und Kartoffeln. Ein „Mützig“-Bier oder ein Glas elsässer Weißwein rundete das ganze Mahl dann schließlich ab.
Zum Abschluss des zweiwöchigen Ruanda-Aufenthaltes besuchte die Delegation aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach die deutsche Botschaft. Hier wurden sie vom stellvertretenden Missionschef Thomas von Schröder sehr herzlich begrüßt und man konnte bei einem Mittagessen in einem benachbarten Restaurant gegenseitig viel an Informationen austauschen. Zum Schluss bedankte sich Bürgermeister Gott-fried Dahm bei dem Gastgeber mit einer schönen Keramikplakette aus grau-blau mit dem Wappen der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach.
Bevor man sich dann schließlich von Natalie Vanneste und ihrem Team verabschie-dete, erhielten auch sie als Dankeschön eine Keramikplakette mit dem Wappen unse-rer Verbandsgemeinde.
Abends auf dem Heimflug zogen alle sechs Mitglieder der deutschen Reisegruppe ein übereinstimmendes Resümee:
• Dieses Land und seine Menschen verdienen alle Freundschaft und alle partnerschaftliche Hilfe.
• Die rheinland-pfälzische Partnerschaft mit Ruanda ist nicht nur auf einem guten Weg, sondern man spürt sie „an allen Ecken und Enden“.
• Natalie Vanneste und das gesamte Team, deutsche und ruandische Mitar-beiter, leisten eine hervorragende Arbeit.
• In diese Arbeit wissen wir unsere partnerschaftlichen Beziehungen und Ak-tivitäten mit der Pfarrei Rukoma/Gemeinde Mirenge bestens eingebunden.
Als die Besucher aus der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach schließlich nach achtstündigem Flug der Äthiopien-Airlines und einer halbstündigen Fahrt mit dem ICE frühmorgens in Montabaur ankamen, ging eine 14-tägige Reise mit großartigen, schönen, zum Teil aber auch bedrückenden Erlebnissen zu Ende.


