Kommunale Wärmeplanung
[Einleitung]
Abschlussbericht der kommunalen Wärmeplanung
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Gemeinsam die Wärmewende gestalten: Erfolgreicher Workshop zur kommunalen Wärmeplanung in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach
Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung fand am 26. Mai 2025 der Fachworkshop „Szenarien und Maßnahmen“ in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach statt. Unter der Leitung der Fachbüros EMCEL und heatbeat kamen Vertreterinnen und Vertreter der kommunalen Verwaltung, Energieversorger sowie der lokalen Industrie zusammen, um gemeinsam die zukünftige Wärmeversorgung der Verbandsgemeinde zu gestalten.
Ziel des Workshops war es, ein Zielbild für die zukünftige Wärmeversorgung zu entwickeln und konkrete Maßnahmen für dessen Umsetzung abzuleiten. Die Veranstaltung bildete einen wichtigen Meilenstein im Prozess der kommunalen Wärmeplanung, der darauf abzielt, eine nachhaltige und klimafreundliche Wärmeversorgung für die Region sicherzustellen.
Der Workshop gliederte sich in mehrere Phasen:
Vorstellung der bisherigen Ergebnisse: Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über die bisherigen Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse, die als Grundlage für die weiteren Planungsschritte dienen.
Szenarienbetrachtung einzelner Teilgebiete: Es wurden verschiedene Teilgebiete der Verbandsgemeinde hinsichtlich technischer und wirtschaftlicher Wärmeversorgungsoptionen analysiert. Auf Basis dieser Analysen wurden voraussichtliche Wärmeversorgungsarten für die jeweiligen Gebiete festgelegt.
Erarbeitung konkreter Maßnahmen: In weiteren Diskussionen wurden Maßnahmen zur Umsetzung des Zielbildes erarbeitet. Dazu zählen unter anderem die Durchführung von Machbarkeitsstudien gemäß Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) in identifizierten Wärmenetzgebieten, die Einrichtung einer Informationsstelle für Bürgerinnen und Bürger zu energetischer Gebäudesanierung und Heizungssystemen sowie die weitergehende Prüfung und Priorisierung von lokalen Flächen (Freiflächen und Dachflächen) zur Einbindung in die Wärmeversorgung.
Nächste Schritte und Bürgerbeteiligung:
Die im Workshop erarbeiteten Ergebnisse werden nun weiter aufbereitet und konkretisiert. In den kommenden Wochen wird der zeitliche Ablauf für die Umsetzung der Maßnahmen detailliert geplant. Zudem ist eine Informationsveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger vorgesehen, um den aktuellen Stand der kommunalen Wärmeplanung vorzustellen und weitere Beteiligungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Der Termin wird ebenfalls im Kannenbäcker Boten veröffentlicht.
Interessierte können sich bereits jetzt den Podcast „Wärmewende, gemeinsam, heute“ mit Klimaschutzmanager Patrick Lembgen anhören, der Einblicke in den Prozess der kommunalen Wärmeplanung bietet:
https://emcel.com/de/folge-8-stand-der-kommunalen-warmeplanung-ransbach-baumbach/
- PDF-Datei: 302 kB
Erste Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach vorgestellt
In der Stadthalle Ransbach-Baumbach fand am 11. März eine Informationsveranstaltung zur kommunalen Wärmeplanung statt. Über 30 Teilnehmende aus Verwaltung, Politik, den Verbandsgemeindewerken, der Industrie und von Energieversorgungsunternehmen nahmen daran teil. Ziel der Veranstaltung war es, die ersten Zwischenergebnisse der laufenden Wärmeplanung vorzustellen, die Beteiligten frühzeitig einzubin-den und ihre Rückmeldungen aufzunehmen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Ergebnisse der abgeschlossenen Bestandsanalyse und ers-te Erkenntnisse aus der Potenzialanalyse. Die Bestandsanalyse ist die Grundlage der Wärmeplanung und zeigt, wie viel Wärme in der Verbandsgemeinde aktuell verbraucht wird und welche Energieträger dabei genutzt werden. Da die Verbrauchsdaten nicht immer vollständig vorliegen, wurden ergänzende Informati-onen über eine Online-Umfrage erhoben. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger ermöglichte es, die Datengrundlage zu verbessern. Auf Basis der genutzten Energieträger wurden die CO2-Emissionen für die gesamte Verbandsgemeinde berechnet. In der folgenden Grafik sind die CO2-Emissionen nach Sekto-ren dargestellt. Die aktuelle Wärmeversorgung der Verbandsgemeinde verursacht circa 95.000 Tonnen CO2 pro Jahr. Der größte Emittent ist der Sektor Industrie, was nicht überrascht, da hier auch die größten Mengen an Erdgas verbraucht werden.
Im weiteren Verlauf des Projekts werden verschiedene Szenarien für die zukünftige Wärmeversorgung in Ransbach-Baumbach entwickelt. Diese Szenarien werden in kommenden Workshops sowie Informations-und Bürgerveranstaltungen vorgestellt, diskutiert und gemeinsam mit den relevanten Akteuren bewertet. Eine frühzeitige Information der Bürgerinnen und Bürger über die Termine erfolgt über den Kannenbäcker Boten und die Internetseite der Verbandsgemeinde.
Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach startet in die Kommunale Wärmeplanung
Die Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach beginnt mit der kommunalen Wärmeplanung für die Stadt Ransbach-Baumbach und den zehn dazugehörigen Ortsgemeinden. Dieses zukunftsweisende Projekt wird durch den Bund gefördert und verfolgt das Ziel, eine nachhaltige, langfristige und klimafreundliche Wärmeversorgung für die gesamte Region zu entwickeln. Die Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen und zu Beginn an einer Online-Umfrage teilzunehmen.
Die kommunale Wärmeplanung spielt eine zentrale Rolle bei der Erreichung der Klimaziele und ist ein wichtiger Baustein der Energiewende auf lokaler Ebene. Durch die umfassende Analyse des aktuellen Wärmebedarfs und der bestehenden Infrastruktur werden maßgeschneiderte Konzepte entwickelt, die den spezifischen Gegebenheiten der Region entsprechen. Der Fokus liegt dabei auf der Reduktion von CO2-Emissionen, der Steigerung der Energieeffizienz und dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Die Verbandsgemeinde hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2035 eine klimaneutrale Wärmeversorgung zu erreichen.
Zitat Bürgermeister Merz
„Kommunale Wärmeplanung ist ein entscheidender Baustein für eine klimaneutrale Zukunft. Sie schafft nicht nur eine Grundlage für die effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung, sondern stärkt auch die lokale Wertschöpfung und die energetische Unabhängigkeit. Durch eine koordinierte Planung können Kommunen maßgeschneiderte Lösungen entwickeln, die die Umwelt schonen und gleichzeitig langfristige soziale und wirtschaftliche Vorteile bieten.“
Projektablauf und Bürgerbeteiligung
Der erste Schritt im Projekt ist eine umfassende Bestandsaufnahme der aktuellen Wärmeversorgung und -verteilung. Eine fundierte Datengrundlage ist dabei von entscheidender Bedeutung. Da nicht alle notwendigen Informationen ohne die Unterstützung der Bevölkerung erhoben werden können, sind alle Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, sich an einer Online-Umfrage zu beteiligen. Die Umfrage ist unter folgendem Link abrufbar: https://heatbeat.de/ransbach-baumbach/
Auf Basis der Bestandsaufnahme sowie einer Analyse der Potenziale für den Einsatz erneuerbarer Energien werden Maßnahmen entwickelt, die sich an den regionalen Gegebenheiten orientieren. Die Umsetzung des Projekts erfolgt in Zusammenarbeit mit den Fachunternehmen EMCEL und heatbeat nrw GmbH.
Bei der Planung werden alle relevanten Aspekte berücksichtigt: die technische Machbarkeit, die wirtschaftliche Umsetzbarkeit sowie die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, die Schritt für Schritt realisiert werden können. Wichtig dabei: Die erarbeiteten Maßnahmen sind für die Bürgerinnen und Bürger nicht verpflichtend, und es werden keine detaillierten Aussagen zur Wärmeversorgung einzelner Gebäude getroffen.
Um eine breite Bürgerbeteiligung zu ermöglichen, werden die Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen vor Ort sowie die politischen Entscheidungsträger regelmäßig über den Fortschritt der Wärmeplanung informiert.
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
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